Lernen, erleben, inspirieren: Exkursion des 1. Schuljahres der Fachakademie
Das 1. Schuljahr der Fachakademie für Ernährungs- und Versorgungsmanagement erlebte am 2. Juli 2026 eine spannende Exkursion zu regionalen Betrieben im Donau-Ries. Von einem innovativen Hofladen mit Café über eine moderne Familienmühle bis hin zu einem vielfältigen Bergschreinerhof erhielten die Studierenden praxisnahe Einblicke und wertvolle Impulse für ihre berufliche Zukunft. Die Exkursion zeigte eindrucksvoll, wie regional, innovativ und zukunftsorientiert Landwirtschaft und Vermarktung heute funktionieren.
Der Tag begann mit einem Besuch auf dem erfolgreichen und innovativen Betrieb mit Hofladen und Café der Familie Landes in Donauwörth. Was einst damit begann, dass Kundinnen und Kunden regelmäßig direkt am Hof klingelten, um die hofeigenen Produkte zu kaufen, entwickelte sich Schritt für Schritt zu einem beliebten Hofladen mit gemütlichem Hofcafé.
Aus zunächst vier Frühstückstischen entstanden rund 60 Sitzplätze, verteilt auf zwei Bereiche für Frühstück, Kaffee und Kuchen sowie für Veranstaltungen oder Reisegruppen.
Ein absolutes Highlight ist das große Schaufenster mit Blick in den Hühnerstall, das für ein besonderes Erlebnis sorgt und Transparenz über die Herkunft der Produkte schafft. Ergänzt wird das Angebot durch einen modernen Onlineshop mit Kochboxen – ein spannendes Beispiel dafür, wie Regionalität und Digitalisierung erfolgreich miteinander verbunden werden können.
Der erste Programmpunkt zeigte eindrucksvoll, dass Leidenschaft, Kundennähe und Mut zur Weiterentwicklung die Grundlage eines erfolgreichen Betriebes sein können.

Anschließend führte die Exkursion zur Mailänder Mühle nach Möttingen. Sie ist eine von nur 120 Mühlen in Bayern und wird als Familienunternehmen geführt. Die Studierenden erhielten faszinierende Einblicke in die moderne Mehlproduktion – von der Getreideannahme über verschiedene Mahlverfahren bis hin zur fertigen Mehltype.
Das theoretische Wissen über Getreidearten, Mehltypen und deren Verwendung konnte direkt mit der Praxis verknüpft werden. Im Anschluss bot der Mühlenladen Gelegenheit, hochwertige regionale Produkte direkt vor Ort einzukaufen.

Den Abschluss bildete der Besuch auf dem familiengeführten Bergschreinerhof in Wolferstadt. Bei einer Hofführung lernten die Studierenden die verschiedenen Betriebszweige kennen und erfuhren, wie hofeigene Erzeugnisse erfolgreich im Hofladen und Restaurant vermarktet werden. Die Familie besitzt zudem einen Streichelzoo: Dazu gehören verschiedene Hühnerrassen, Wachteln, Schafe, Ziegen und der Hofhund Rex. Ein Fenster zum Stall ermöglicht Kindern direkte Einblicke in den Schweinestall. Einmal im Monat wird außerdem ein Kurs für Kinder angeboten, bei dem sie erleben dürfen, wie sich Natur und Tiere im Laufe der Jahreszeiten verändern. Eine Attraktion ist der 3.000 m³ große, zertifizierte Naturgarten mit verschiedenen Themenbereichen wie einem Rosengarten sowie einem Nutzgarten mit Beerensträuchern, Gemüse und Kräutern.
Besonders beeindruckend im Hofladen war die Vielfalt regionaler Produkte, auch von umliegenden Betrieben. Eine besondere Spezialität ist die traditionelle Rieser Bauerntorte. Gleichzeitig zeigt der Betrieb, wie bestehende landwirtschaftliche Betriebszweige, etwa die Schweinehaltung, sinnvoll in ein modernes Vermarktungskonzept integriert werden können.
Die Exkursion machte deutlich, wie vielfältig, innovativ und zukunftsorientiert regionale Betriebe heute arbeiten. Die gewonnenen Eindrücke und praktischen Erfahrungen bereichern den Unterricht nachhaltig.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen Betrieben, die sich Zeit für uns genommen und mit großer Offenheit, spannende Einblicke hinter die Kulissen ermöglicht haben.